Verfasst von: ontheway | 4. Februar 2008

Das Leben ist ein Fluss…

Heute ist es mal wieder schwierig. Manchmal ist es leicht – das Leben. Wenn ich mich so fühle wie jetzt weiß ich nie ganz genau, wie ich mich fühle. Ich weiß nur, ich würd gern umarmt werden und hören: Alles wird gut, du bist tapfer. Ich bin da, wenn du dich allein fühlst. Ich glaube an dich.

Ich suche also Bestätigung. Aber das ist Blödsinn, denn niemand anderes kann mir mehr Bestätigung geben, als ich mir selbst, denn niemand kann bzw. will einen anderen Menschen ganz genau so sehen, wie er ist. Ich selbst weiß vielleicht nichtmal genau, wie ich bin. Niemand kann das einschätzen. Vielleicht, weil jedes Ereignis die Ansichten verändert, den Menschen verändert. Begegnet mir jemand, den ich vor 7 Jahren getroffen habe, wär ich für den immer noch der schüchterne Mensch, der ich damals war. Natürlich verändern Situationen den Menschen nicht immer, aber bestimmt in einem schleichenden Prozess bei denen, die nicht dafür offen sind. Menschen, die für Veränderungen offen sind, machen größere Sprünge.

Heute ist ein Tag, an dem ich über die Verhaltensweisen anderer mir ggü. nachgedacht habe – zu viel nachgedacht habe. Wenn ich ihn sehe, kommt nämlich alles wieder hoch. Ich bekomme das kalte Kotzen wegen soviel Ignoranz und Respektlosigkeit. Ich hab mich so behandeln lassen. Aber ich kann sein Verhalten jetzt nicht ignorieren, auch wenn ich es vorher vielleicht getan hab, denn es tut immer noch weh. Wenn ich mir seine Mail anschaue, hat er gar nicht verstanden, was er falsch gemacht hat. Ich will lediglich eine Entschuldigung dafür, dass er mich hingehalten und mein Vertrauen ausgenutzt hat. Tja – aber er versteht das wohl falsch, denkt ich sei eifersüchtig, weil er sich gleich auf n anderes Mädel konzentriert hat. Genauso der andere – aber bei dem hab ich eh angenommen, dass er einfach zu dumm und unreflektiert war um festzustellen wie sehr er mich hängengelassen hat. Beide sind sie gut im Verdrängen. Nach vorne schauen hat ja auch was für sich. Aber die Verantwortung für seine Taten sollte man schon übernehmen.

Aber nochmal Kontakt aufnehmen zu Leuten, die mich eh nie zu schätzen wussten? Blödsinnig sowas.

Verfasst von: ontheway | 8. Januar 2008

Durchatmen

Die Luft um mich herum

ist ganz dick.

Etwas drückt

auf meinen Brustkorb.

Ich kann nicht richtig atmen.

Das Konto meines Lebens

hat ein Plus im Minus.

Das alles war zu viel.

Ich brauche eine Pause

zum Durchatmen.

Verfasst von: ontheway | 8. Januar 2008

Sieben Wochen

Etwas tut weh. Ich will es gar nicht wahr haben. Denn es hat keinen Sinn. Aber trotzdem tut es weh. Ich kapsel mich ab, vergrabe mich in meiner Höhle – wie ein Maulwurf. Ich kann nicht mehr ertragen. Meine Nerven wollen einfach nicht. Ich denke schon: „Stell dich nicht so an! Steh doch darüber!“ Aber ich merke, wie meine Kraft weg ist. Es war einfach zu viel Negatives. Ich hielt dich für aufrichtig und verantwortungsbewusst. Und nach außen hin bist du das auch, hinzu kommt noch, dass du den Ruf eines „lieben Kerles“ hast, hilfsbereit bist und dir jeder schnell alles anvertrauen möchte. Ich kenn dich schon länger so – ich hatte zwar nie direkt mit dir zu tun, aber ich hatte dich immer so eingeschätzt.

Deshalb vertraute ich dir, deinen Worten, dass du etwas länger bräuchtest um Gefühle zu entwickeln. Ich fand es gut, dass du dich bewusst entscheiden wolltest. Aber du hast dich nur halbherzig mit mir auseinander gesetzt. Nach zwei Wochen, in denen du mir entgegenkamst, nahm dein Interesse ab. Auf einmal hattest du so viel zu tun. Und vorher warst du immer am jammern gewesen, du könntest so schlecht abends allein sein, Leute würde nicht wirklich was unternehmen wollen und und und. Bevor es mit uns los ging, hatten wir sogar schon Pläne geschmiedet. Klettern lernen wollten wir zusammen, nach Hamburg fahren…

Wenn ich es ansprach oder was organisierte, kamst du wieder an. Nach drei Wochen vermisstest du mich angeblich. Dabei wusste ich selbst schon, dass dir nur die Decke auf den Kopf gefallen war – halt ein Samstagabend allein. Du kamst und nahmst dir, was du wolltest und ich ließ es einfach zu – unsicher, wie du wirklich zu mir stehen würdest.

Meine Mail, in der ich dir meine Eindrücke mitteilte, nahmst du als Absprungbrett – aber anrufen und drüber reden- das kam dir gar nicht mehr in den Sinn. Sie war dir willkommen. So richtig hattest du wohl nie gewollt. Unser „klärendes“ Telefongespräch gabs nach fünf Wochen, auch nur auf viel Terz meinerseits hin. Halte schon lange nicht mehr viel von SMS, Emails oder Chatgesprächen.

Du hast mir nie eine Chance gegeben, hast mich nie besser kennenlernen wollen. Hast mich einfach weggeworfen. Die letzten Worte von dir- auch noch im Chat: „Tja, shit happens. Wünsch dir noch einen schönen Abend.“

Sowas kommt nicht von jemandem, der verantwortungsbewusst mit anderen umgeht. Das ist arrogant. Aber du warst ja immer der Meinung, man müsse auch mal arrogant sein. Scheiß Lebensphylosophie. Auf mir herumgetrampelt bist du! Und egal ist es dir auch.

Jetzt bist du vergeben – drei Wochen, nachdem du dich auf die andere eingelassen hast, sieben Wochen, nachdem ich mich auf dich eingelassen hatte.

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Verfasst von: ontheway | 6. Januar 2008

Was bin ich mir wert?

Ich fühl irgendwie alles und nichts… Immerhin weiß ich jetzt, wie sich so etwas anfühlen kann. Die Gedanken springen durch meinen Kopf. Ich mag nicht konkret werden. Vielleicht irgendwann mal. Mir gehts eigentlich ganz gut, denn ich hab mir vorgenommen, dass es mir jetzt immer gut gehen soll.

Lieber glücklich allein herumhängen, als hängengelassen zu werden!

Ich hab Vieles versucht und bin durch über kurz oder lang entstandenes Desinteresse enttäuscht worden. Sicherlich kann auch niemand anderes den Wert einer Person erkennen, wenn man ihn selbst nicht genau kennt und ausstrahlt. Dabei weiß ich doch schon längst, was ich alles zu bieten habe, was ich mir wert bin. Ich hab vor mich besser behandeln zu lassen – so geht es ja nicht weiter- als ob jeder mit mir machen könnte, was er will.

Es ist schwierig stolz zu sein und den Stolz zu bewahren, wenn man so selbstkritisch ist wie ich. Ständig suche ich Fehler bei mir. Dabei habe ich nur den Fehler gemacht, auf die Knie zu gehen und ihn bei mir zu suchen. Ich bin es gewohnt, keinen Stolz zu haben, aufzunehmen anstatt abzuwehren. Schlecht sowas.

Eine gewisse Arroganz gegenüber allen, die mich schlecht behandeln ist angesagt. Schwierig, wenn man doch mit allen immer gerne gut klarkommen wollte. Sowas geht eh nicht- ich weiß es schon lange. Ich war immer zu verbindlich.

Es wird Zeit Standpunkte zu beziehen.

Und ich führ mein Leben auf eine gute Art, ich hab viel erreicht, ich hab meine Prinzipien. Ich weiß sehr wohl das Leben zu genießen. Und ich brauch niemanden dafür – ich mach es halt allein. Auch Zeit, die man mit sich allein hat, ist wertvoll – sehr gut um kreativ zu wirken. Und eigentlich bin ich das doch. Was brauch ich Leute um mich herum? Niemand hat mein Leben bisher wirklich bereichert, vielleicht ein bisschen begleitet, meist einfach nur total ausgebremst. Alles Bremser, Ignoranten, die auf meiner Seele herumgetrampelt sind und denen das immer noch scheißegal ist. Denn sie denken und fühlen gar nicht so intensiv wie ich – sie wissen gar nicht, wie sehr sie mich verletzt haben. Aber nein – ich hab es auch mit mir machen lassen. Zu wenig Stolz…

Um mich vor den Ignoranten zu schützen, sollte ich ihre (falsche) Freundlichkeit nicht mehr einfach nur arglos annehmen und über Taktlosigkeit hinwegsehen, nur damit ich Kontakte habe – nein. Ich kann gut allein sein. Es ist schön um mich herum. Die Richtigen werden es merken und von selbst in diese Blase eindringen – meine persönliche Weltblase. :-)

Das soll ich also lernen. Alles hat seinen Sinn – alle Erlebnisse!

Aber dankbar bin ich dir nicht dafür. Denn die Erkenntnis hab ich gehabt – nicht du.

money

Verfasst von: ontheway | 1. Januar 2008

Auseinander…

Die Erwartung,

Die Realität-

Ein Unterschied.

Ich war für dich da-

2006.

Ich mochte dich

Unheimlich gern.

Aber glauben

wolltest du mir das nicht.

Und mehr als sagen

kann ich es dir nicht.

Die wahre Seele eines Menschen zu erkennen ist nicht einfach. Oft täuscht man sich. Grundsätzlich muss man aber hoffen und vertrauen. Ich hab einen Menschen verloren, weil dieser glaubte, ich würde schlecht über ihn denken. Wenn sich jemand etwas derartiges einredet, lässt sich nichts daran ändern. Zu viele Unterstellungen haben mich verletzt. Ich habe Abstand genommen.

sad angel

Verfasst von: ontheway | 1. Januar 2008

Internetkommunikation – Macht das glücklich?

Gedankenanstoß:

Heute bekam ich eine Email von meiner Mutter mit Glückwünschen zum Neuen Jahr. Meine Eltern haben meine Telefonnummer. Ich glaube, im ganzen letzten Halbjahr haben sie mich nur einmal angerufen. Stattdessen werde ich mit Links zu Stellenangeboten beworfen. Aber wie es mir wirklich geht- danach wird nicht gefragt. Das könnte natürlich auch mit den extrem unterschiedlichen Lebensanschauungen zusammenhängen – das Leben meiner Eltern und mein Leben sind gezwungenermaßen sehr verschieden – meine Mutter heiratete ihren ersten Freund mit 20 und ich bin immer noch Single, der auf die 30 zugeht. Dass man auf die Art unheimlich viel Beziehungsschrott mitmachen muss, ist zwangsläufig. Diese Welt kennt meine Mutter nicht.

Aber worauf ich hinaus wollte und was mich schon länger beschäftigt…

Internetkontakte, z. B. über Emails, Chatsysteme und Foren sind grundsätzlich erst einmal oberflächlich. Wichtige nonverbale Informationen wie Mimik, Gestik, Stimme werden nicht übermittelt. Auch können zeitlich über eine Email oder über einen Chat nicht so viele Informationen rübergebracht werden wie es in einem Gespräch bei einem Kaffee möglich ist. Vorteilhaft ist allerdings, dass einem mehr Zeit bleibt sich gedanklich zu sortieren.Vorteil des Internets ist auch der schnelle Meinungsaustausch in Interessengruppen, zu denen man evtl. im „normalen“ Fall (z. B. keine örtliche Erreichbarkeit) keinen Zugang hätte.

Wie wichtig sind Internet-Kontakte eigentlich? Ist es nicht wichtiger, dass man im realen Leben Leute um sich herum hat, mit denen man sich über Vieles austauschen kann? Besteht nicht die Gefahr aufgrund des Internets persönliche Kontakte zu verlieren bzw. viel weniger persönliche Kontakte zu haben, als wenn man den Zugang erst gar nicht hätte? Fördert Internetkommunikation die soziale Isolierung? Ich kenne Leute, die ohne die Kommunikationsmöglichkeit über Internet sehr unglücklich wären. Selbst an mir entdecke ich Züge der Abhängigkeit.

Ich denke, Internetkontakte sind grundsätzlich nicht negativ, allerdings sollte die hauptsächliche Kommunikation mit Leuten stattfinden, zu denen auch regelmäßiger persönlicher Kontakt herrscht. Denn nur persönliche Kontakte zeigen, wie man zueinander steht, ob man sich wirklich gern hat und nur persönliche Kontakte können sich auch mal umarmen, Trost spenden oder zusammen viel Spaß haben. Große Internetaktivität weist meiner Meinung nach auf hohe soziale und innere Vereinsamung hin.

Ich denke, dass dies auch auf mich zutrifft. Meinen alten Freundeskreis musste ich aufgrund des Studiums verlassen, ohne Auto bin ich nicht mehr so mobil und kann den Freundeskreis nicht mehr richtig pflegen. Der Aufbau eines neuen Freundeskreises erweist sich als schwierig, vor allem wenn die meisten der Mitstudenten durch eigene Freundeskreise bereits ausgelastet sind.

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung zu dem Thema ist zu finden unter:

http://www.nicola-doering.de/publications/soz_netz.htm

Verfasst von: ontheway | 31. Dezember 2007

„Die Liebe ist so stark wie der Tod.“ ??

Heute morgen machte ich einen Spaziergang über den Riensberger Friedhof und laß dort diesen Satz. Ehrlich gesagt ergibt er für mich keinen Sinn. Fällt euch etwas dazu ein?

 

Verfasst von: ontheway | 30. Dezember 2007

Chaos im Kopf…

… zu viele Gedanken rasen durch meinen Kopf, schon seit Wochen. Und sie bleiben nie stehen, sie fliegen an mir vorbei- ein Gedanke ersetzt den nächsten – ohne Zusammenhang. Ich beschäftige mich mit allem gleichzeitig, aber mit nichts richtig. Uncd während ich über meinen Zustand nachdenke, weiß ich doch, dass nicht nur ich dieses Problem habe. Und ich fühle mich leer – unbedeutend und verschwindend in der großen Anzahl an Leuten, denen es ähnlich geht wie mir.

Meine Gedanken tanzen, sie tanzen um die Gedanken herum, die weh tun, die meinem Herzen immer wieder einen feinen Nadelstich versetzen. In diesem Jahr gab es zu viele Stiche – mein Herz konnte sich nicht erholen und schon gibt es wieder neue Stiche, obwohl die alten Wunden noch nicht verheilt sind. Ich möchte nicht darüber nachdenken, was mir weh getan hat, oder wer mir weh getan hat. Ich versuche mich abzulenken, in dem ich möglichst viele sinnlose Dinge gleichzeitig tue.

Aber nichts bringt mich meinen eigentlichen Zielen einen Schritt weiter. Meine eigentlichen Ziele kann ich nicht verfolgen – dafür brauche ich eine Menge Konzentration, Kraft und vor allem Ausgeglichenheit. Der Schmerz beschäftigt mich und hindert mich. Meine eigentlichen Aufgaben stehen wie ein großer Berg vor mir – unbezwingbar, denn ich habe keine Energie mehr. Woher soll sie auch kommen- die wenigen positiven Erlebnisse saug ich auf, ich saug sie aus, aber die Wirkung ist schnell verflogen. Mein Herz ist gerade zu sehr zerstochen.

Ich brauche ein Lebenselixier.

Verfasst von: ontheway | 30. Dezember 2007

2 0 0 7

Das Jahr geht zu Ende… glücklicherweise! Ich kann nicht unbedingt behaupten, dass mir dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht hat. Ich hab ne Menge emotionale Höhen und Tiefen erlebt – leider überwiegen die Tiefen im Schnitt. Um mir nicht eine pessimistische Ansicht unterstellen zu können, zähl ich mal die Höhepunkte auf:

  • Ich hab schnell ein Praktikum in einem niederländischen Unternehmen gefunden und es war sehr lehrreich – ich hab sogar an einer deutschen Messe teilgenommen.
  • Meine Zähne sind nicht mehr so schief (ich konnte eine weitere Zahnspange durchsetzen) und meine Nasenscheidewand grader (trotzdem bin ich nun erkältet).
  • Ich hab dreimal richtig guten Sex gehabt (leider hat der Typ mich verarscht, ich bin nämlich eigentlich immer auf was Festes aus).
  • Ich hab bei einem Posterwettbewerb den ersten Preis gewonnen (meinem Hobby sei Dank).
  • Ich hab seit sieben Jahren Nutzung eines laptopgroßen Fernsehers endlich einen „Richtigen“ (geschenkt bekommen).
  • Ich hab einen (hoffentlich) guten Freund gewonnen.
  • Ich war in einem 3D-Film.
  • Ich war endlich im Werder-Stadion.

Hmm… das ist nicht so viel und ja – man kann mehr aus seinem Leben machen, wenn man die dazu nötige Energie und Kraft (und natürlich auch das Geld) hat. Die hatte ich nach diversen Geschehnissen leider nicht mehr.

Irgendwie ist es doch immer wichtig, dass man einen Ausgleich in seinem Leben hat – Trauer sollte mit Freude ausgeglichen werden, fehlende Nähe kann durch gute Freunde ersetzt werden, Routinearbeit durch ein nettes Freizeitleben… leider herrscht bei mir ein ziemliches Ungleichgewicht.

Ich werde versuchen mein Leben im neuen Jahr so zu ändern, dass ich mehr Ausgleich hab, mehr Freude und mehr Freunde um mich, die mich in schwierigen Phasen auffangen können. Dieses Jahr war ich für meinen Gechmack mit meinen Problemen zu viel allein.

 

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