Das Jahr geht zu Ende… glücklicherweise! Ich kann nicht unbedingt behaupten, dass mir dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht hat. Ich hab ne Menge emotionale Höhen und Tiefen erlebt – leider überwiegen die Tiefen im Schnitt. Um mir nicht eine pessimistische Ansicht unterstellen zu können, zähl ich mal die Höhepunkte auf:
- Ich hab schnell ein Praktikum in einem niederländischen Unternehmen gefunden und es war sehr lehrreich – ich hab sogar an einer deutschen Messe teilgenommen.
- Meine Zähne sind nicht mehr so schief (ich konnte eine weitere Zahnspange durchsetzen) und meine Nasenscheidewand grader (trotzdem bin ich nun erkältet).
- Ich hab dreimal richtig guten Sex gehabt (leider hat der Typ mich verarscht, ich bin nämlich eigentlich immer auf was Festes aus).
- Ich hab bei einem Posterwettbewerb den ersten Preis gewonnen (meinem Hobby sei Dank).
- Ich hab seit sieben Jahren Nutzung eines laptopgroßen Fernsehers endlich einen „Richtigen“ (geschenkt bekommen).
- Ich hab einen (hoffentlich) guten Freund gewonnen.
- Ich war in einem 3D-Film.
- Ich war endlich im Werder-Stadion.
Hmm… das ist nicht so viel und ja – man kann mehr aus seinem Leben machen, wenn man die dazu nötige Energie und Kraft (und natürlich auch das Geld) hat. Die hatte ich nach diversen Geschehnissen leider nicht mehr.
Irgendwie ist es doch immer wichtig, dass man einen Ausgleich in seinem Leben hat – Trauer sollte mit Freude ausgeglichen werden, fehlende Nähe kann durch gute Freunde ersetzt werden, Routinearbeit durch ein nettes Freizeitleben… leider herrscht bei mir ein ziemliches Ungleichgewicht.
Ich werde versuchen mein Leben im neuen Jahr so zu ändern, dass ich mehr Ausgleich hab, mehr Freude und mehr Freunde um mich, die mich in schwierigen Phasen auffangen können. Dieses Jahr war ich für meinen Gechmack mit meinen Problemen zu viel allein.
